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Projekte

Unser Vereinszweck ist es, den gemeinsamen Kulturraum im Grenzgebiet von Bayern und Böhmen wieder bewusst zu machen und ihn zu erforschen, zu bewahren und zu stärken. In diesem Sinne hat der Verein zahlreiche Projekte entwickelt und umgesetzt. Als Projektpartner stehen wir an der Seite von Kommunen, Landkreisen und öffentlichen Einrichtungen beiderseits der Grenze.

Schwerpunkte sind dabei auf die eng verknüpfte Geschichte und das Naturerbe in diesem Kulturraum gesetzt.

Als Symbol der Verbundenheit dient die Goldene Straße, einer der bedeutendsten Handelswege des Mittelalters. Diese Route benutzte bereits Kaiser Karl IV. (1316 – 1378), der gemeinsame König Deutschlands und Böhmens, auf seinen vielen Reisen von Prag nach Nürnberg.

Die ersten und nach wie vor wichtigsten Projekte sind der Geschichtspark Bärnau-Tachov sowie das ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen.

Der Geschichtspark Bärnau-Tachov

ist das größte archäologische Freilandmuseum Deutschlands. Durch den exakten Nachbau von mehr als 30 mittelalterlichen Gebäuden und Anlagen ist es in der Bundesrepublik einzigartig in seiner Bedeutung. Seit 2011 zeigt es in bisher drei Siedlungsgruppen aus dem 9. bis zum 13. Jahrhundert, wie der Mensch im Mittelalter lebte. Bei verschiedenen Veranstaltungen beleben Darsteller in historisch korrekter Kleidung das Museum. Dann können die Besucher zusehen, wie diese altes Hand- und Hauswerk verrichten.

Ziel des grenzüberschreitenden Projektes ist die lebendige Vermittlung der gemeinsamen Geschichte von Bayern und Böhmen. Daneben dient es der Forschung im Bereich experimentelle Archäologie. Die wissenschaftliche Leitung hat der Archäologe Stefan Wolters MA von der Universität Bamberg.

Unser Verein sorgt mit dieser Attraktion zudem für einen erheblichen Wirtschaftsfaktor in der Region am ehemaligen „Eisernen Vorhang“.

Mehr Informationein auf www.geschichtspark.de

Im Funktionsgebäude des ArchaeoCentrums entstehen unter anderem Arbeitsplätze für Archäologie-Studenten und Ausstellungsflächen.
Den Bau der Reisestation Karls IV. können die Besucher kostenlos miterleben.
Alle Arbeiten an der Reisestation Karls IV. werden auf mittelalterliche Weise ausgeführt.

Das ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen

will das gemeinsame Kultur- und Naturerbe im Grenzgebiet dauerhaft, nachhaltig und umfassend erlebbar machen. Dadurch gibt es den Menschen im Projektraum eine größere regionale Identität, die zu einer bewussteren Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Geschichte führt.

Erreicht werden soll dies unter anderem durch Seminare und Workshops, an denen jeder kostenlos teilnehmen kann, sowie binationale universitäre Forschung und Seminare für Studenten.

Bauliche Bestandteile des ArchaeoCentrums sind zum einen die ArchaeoWerkstatt mit Arbeitsplätzen für die wissenschaftliche Arbeit und zum anderen eine Schaubaustelle, auf der mit den Mitteln des 14. Jahrhunderts eine Reisestation Karls IV. entsteht. Diese dient der archäologischen Forschung im Rahmen der experimentellen Archäologie sowie der Veranschaulichung historischer Bauweise in der Region. Die Tageszeitung Der Neue Tag berichtete darüber ausführlich: Online-Artikel auf onetz.de.

Kooperationspartner des Vereins im Projekt ArchaeoCentrum sind die Universität Bamberg, die Westböhmische Universität in Pilsen, die Karls-Universität Prag, das Westböhmische Museum in Pilsen sowie das Museum des Böhmischen Waldes in Tachov. Vor allem die Universitäten nutzen die Einrichtungen des ArchaeoCentrums für praktische Lehrgänge.

Alle Seminar- und Workshop-Termine finden Sie unter www.archaeocentrum.eu.

 

Weitere Projekte

HeimatUnternehmen Tirschenreuth

"HeimatUnternehmen" ist eine Initiative des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege und der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung. Ziel ist es, ländliche Regionen mit attraktiven Angeboten für die Bevölkerung zu stärken. Dazu werden innovative Unternehmen und Projekte gefördert, die auf ihre Art dazu beitragen, die Lebensqualität in ihrer Heimat zu steigern. Seit 2017 verantworten wir dafür die Projektkoordination und Kommunikation im Raum Tirschenreuth.

Historischer Pfad durch die deutsch-tschechische Geschichte

Am Beispiel des verschwundenen Ortes Paulusbrunn (CZ) wird ein trauriges Kapitel in der gemeinsamen Geschichte deutlich: 1945 entstand der "Eiserne Vorhang", das Sperrgebiet entlang der Grenze. Alle Ortschaften, die von Deutschland aus sichtbar waren, wurden dem Erdboden gleichgemacht, die überwiegend deutschen Bewohner vertrieben. Einer dieser Orte war Paulusbrunn. Als Projektpartner der Gemeinden Obora und Halze wirkten wir im Europäischen Kulturerbejahr 2018 daran mit, das Dorf wieder sichtbar zu machen.

Nähere Informationen finden Sie auf der Website von Sharing Heritage.

Deutsch-tschechisches Schulprojekt

Reiner Christoph, ehem. Vorsitzender des Fördervereins Goldene Straße, führt nach der Zusammenführung seines Vereins mit Via Carolina (2018) sein Schulprojekt weiter. Seiner unermüdlichen Arbeit mit Schulen in Deutschland, der Tschechei, Luxemburg und Polen sind zahlreiche gemeinsame Lehrerfortbildungen, Kunstprojekte und Veröffentlichungen zu verdanken.

Weitere Infokrmationen finden Sie auf der lesenswerten Website des ehem. Fördervereins.

„Bayern und Böhmen an der Goldenen Straße“

Das Ziel des Projektes ist es, die touristische Attraktivität des gemeinsamen und durch die Goldene Straße verbundenen Kultur- und Naturraums zu erhöhen. Das Projektgebiet besteht auf bayerischer Seite aus den Landkreisen Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab und der Kreisfreien Stadt Weiden, auf tschechischer Seite aus dem ehemaligen Kreis Tachov. Für diese gemeinsame Region soll zudem mit grenzübergreifend abgestimmten Marketingaktivitäten gemeinsam geworben werden.

Geplant und teilweise bereits umgesetzt sind z. B., "Touristischen Pakete" (Druckprodukte, die den Touristen unterschiedliche Möglichkeiten für aktive Freizeitgestaltung in der Region anbieten) zu erstellen, das zweisprachige Kultur- und Tourismusmagazin „Bei uns/U nás“ herauszugeben,  interaktive Infopoints und selbstbedienbare Fotopoints aufzustellen sowie die Region in der Presse, im Fernsehen oder bei Tourismusmessen in Bayern und Tschechien zu bewerben.

Unsere Projektpartner sind hierbei MAS Zlatá cesta als Leadpartner, die Stadt Tachov, REVIS Tachov sowie die assoziierten Projektpartner: die Landkreise Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab und die Stadt Weiden.

Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Ziel-ETZ-Programms vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der EU.

Ziel ETZ Freistaat Bayern - Tschechische Republik

Logo der EU/Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

Wohin hinter der Grenze?

Ziel dieses Projektes ist die Vernetzung von Tourismusverantwortlichen im Bärnauer und Tachauer Raum. Sie sollen bei gemeinsamen Workshops und Exkursionen die Möglichkeit zum Austausch angeregt und z. B. anhand von Best-Practice-Beispielen zu grenzübschreitenden Marketing-Maßnahmen inspiriert werden. Zudem lernen sie dabei Ausflugsziele in der jeweils anderen Region kennen. Diese werden zum Teil mit zweisprachigen Informationstafeln bzw. Markierungen versehen und auf einer tschechisch-deutschen Faltkarte verzeichnet.

Via Carolina – Goldene Straße e. V. ist hierbei Projektpartner von Revis Tachov.

Begleitprogramm zur Landesausstellung "700 Jahre Karl IV."

2016/17

Die Landesausstellung, die 2016 in Nürnberg und Prag zu sehen war, sollte auch als Zeichen der Verständigung und des Zusammenwachsens der Region verstanden und bekannt gemacht werden. Dazu trugen wir mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen auf beiden Seiten der Grenze bei.

Dieses deutsch-tschechische Begleitprogramm wurde von uns organisiert, präsentiert und beworben. In dieses Programm waren Städte und Gemeinden entlang der „Goldenen Straße“ und aus dem bayerisch-tschechischen Grenzraum eingebunden.

Unter anderem organisierten wir

  • ein deutsch-tschechisches Straßentheater, das ein eigens dafür geschriebendes Stück mit Szenen aus dem Leben Karls IV. zeigte, und an vielen Orten entlang der Goldenen Straße aufgeführt wurde,
  • die Wanderausstellung „Karl IV. – Konig aus der goldenen Wiege“
  • sowie Auftritte mit einem rekonstruierten Handelswagen aus Karls Zeit bei vielen Veranstaltungen.

Gefördert durch den Kulturfonds Bayern und den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

Meilensteine der Zeit

Auch die Errichtung von 16 "Meilensteinen der Zeit" waren Teil des „Interkommunalen, grenzüberschreitenden Begleitprogramms zur Landesausstellung Karl IV.“.

Für jede am Begleitprogramm teilnehmende Gemeinde wurde eine Stele mit einem für die Gemeinde bedeutenden Motiv aus der Geschichte entworfen und künstlerisch gestaltet.

Die Goldene Straße hatte bereits zuvor durch die Initiative des tschechischen Vereins Terra Tachovia eine eindrucksvolle Bereicherung erfahren. Von Stříbro (Mies) bis nach Bärnau wurden insgesamt 19 "Meilensteine der Zeit" errichtet.

Damit entstand ein einmaliges grenzüberschreitendes Band an Kunstwerken, die in nachhaltiger Weise eine Brücke zwischen den beiden Ländern bildet und die jahrhundertlange enge kulturelle Verbindung wiederbelebt.

Gefördert durch den Kulturfonds Bayern und den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

Grenze verbindet

2016

Gemeinsam mit dem tschechischen Verein Terra Tachovia organisierten wir Workshops für Deutsche und Tschechen aus der Region, die sich im interkulturellen Austausch engagieren. Ziel war es, sich und die verschiedenen Projekte kennenzulernen und sich besser zu vernetzen. Den Erfolg zeigen diverse gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen verschiedener Teilnehmer.

Bayrisch-Tschechischer Kultursommer

Im Jahr 2017 fanden erstmals zwei Kulturfestivals statt, die als Partnerprojekte organisiert wurden: das bayerisch-tschechische Kulturfestival in Bärnau unter unserer Regie und das Gegenstück in Tachov.

Das Ziel dieses Festivals ist es, eine Plattform für Begegnungen und zum Kennenlernen des anderen Landes und seiner Bewohner anzubieten, zum Abbau von gängigen Stereotypen beizutragen, Touristen aus der weiteren Umgebung anzuziehen und somit den bislang wenig entwickelten grenzüberschreitenden Tourismus nicht nur einmalig, sondern auch auf längere Sicht zu unterstützen. Nicht zuletzt ist es Ziel des Projekts, die Veranstaltungen in beiden Städten fest zu etablieren und auf weitere Städte der Region auszuweiten.  

Obwohl die Städte Tachov und Bärnau nicht weit voneinander entfernt sind, ist das tschechische Grenzgebiet für Bewohner der bayerischen Seite oft noch unbekannt. Ihre Besuche beschränken sich oft nur auf den sogenannten Tanktourismus. Ziel des Projekts war es, das tschechische Grenzgebiet und besonders die am nächsten gelegene Tachauer Region als attraktive und zugleich nahe Destination für ein-oder mehrtägige Ausflüge ins Bewußtsein zu bringen.

Das Kulturfestival machte die Besucher nicht nur mit der Kultur bekannt (mittels Musik-, und Theaterauf-führungen), sondern auch mit der Gastronomie (in Form des bayerisch-tschechischen Food Festivals), mit touristischen Zielen (Präsentationsstände der im Tourismus tätigen touristischen Regionen und Institutionen) und mit regionalen Produkten (Stände mit für die Region Tachov typischen Lebensmitteln).

Der tschechische Partner realisierte das Spiegelprojekt "Bayerisch-tschechisches Kulturfestival in Tachov".

Innovations- und Netzwerkinitiative ArchaeoCentrum Bayern–Böhmen

Dieses Projekt legte die Grundlagen und die Netzwerksorganisation für die Gründung des „ArchaeoCentrums Bayern-Böhmen“ als grenzüberschreitende Koordinierungsstelle für Bildung und Begegnung.

Konkretes Ziel war es, ein „organisiertes“, in dieser Form bisher nicht vorhandenes Netzwerk aufzubauen. Schulen, Universitäten, Museen, Tourismusverbände mit konkreten Ansprechpartnern und Kontaktdaten sollten zweisprachig erfasst werden. Dadurch wurden die Suche nach Partnern und der beidseitige Informationsaustausch, auch für Dritte, wesentlich unterstützt.

Arbeitsgruppe Böttgerweg

Die  Arbeitsgruppe Böttgerweg im Verein Via Carolina - Goldene Straße hat das Ziel, die Wiederentdeckung des verschwundenen Ortes Paulusbrunn/Pavluv Stundenc zwischen Bärnau und Tachov mit dem "Böttgerweg" voranzubringen. Im Zentrum steht dabei die renovierte Böttgersäule.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Website von Sharing Heritage: https://sharingheritage.de/projekte/paulusbrunn-ein-verschwundenes-dorf-im-tschechischen-sperrgebiet-nach-1945/

Regelmäßige Veranstaltungen

Bayrisch-Tschechischer Stammtisch

Jeden ersten Mittwoch im Monat treffen sich Deutsche und Tschechen, um zu plaudern, sich kennenzulernen und um Wissenswertes über Sitten und Bräuche im jeweils anderen Land zu erfahren. Tschechische Sprachkenntnisse sind dabei nicht nötig, denn die Organisatorinnen vom Verein dolmetschen bei Bedarf.

Nähere Infos und Anmeldung über info @ geschichtspark.de.

Wanderungen auf der Goldenen Straße

Von Bärnau bis nach Tachau gehen unsere geführten Wanderungen entlang der Originaltrasse der "Goldenen Straße“. Ursprünglich nur als Begleitprogramm zur Bayrisch-Tschechischen Landesausstellung „700 Jahre Karl IV.“ geplant, haben sich diese Streifzüge durch das „Grüne Band“ entlang der Grenze als dauerhafter Programmpunkt etabliert. Zwei mal im Jahr findet der gesellige Marsch statt.

Termine auf www.geschichtspark.de

Feste feiern

Mit verschiedenen Festen wie z. B. dem Frühlings- und Herbstfest bieten wir für die Region vergnügliche Veranstaltungen, die Deutschen und Tschechen die Gelegenheit zum Kennenlernen geben. Durch sowohl bayerische als auch böhmische Angebote entsteht dabei auch ein kultureller sowie kulinarischer Austausch. Im Geschichtspark finden dazu Thementage statt.

Termine auf www.geschichtspark.de

Kinderfest

Auch unser jährliches Kinderfest hat sich in der Region etabliert. Gegen Ende der großen Ferien bereiten wir dem Nachwuchs großen Spaß mit verschiedenen Spielen und Attraktionen wie z. B. einem Puppentheater, der Hüpfburg oder einem Märchenzelt. Ergänzt wir diese Veranstaltung durch einen Thementag "Spielen im Mittelalter" mit Mitmachaktionen.

Termine auf www.geschichtspark.de

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